Kleine Geschichte des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Lage. Es begann alles für den Ortsverband Lage in den ersten Monaten des Jahres 1973. Die engagierten Lagenser Damen Irmgard Möller, Ingeborg Gärtner, Elisabeth Bergmann, Marlis Schlegel und Edith Henneberg ließen sich von Frau Roth, Vorsitzende des Ortsverbandes Detmold, über Aufgaben und Tätigkeiten informieren.

02.09.1973 Gründungsversammlung. Der Kinderschutzbund wird ins Leben gerufen, um Kindern aus sozial schwachen Familien in Lage eine bessere Zukunft und Chancengleichheit zu ermöglichen. Zum ersten Vorstand gehören: Irmgard Möller (Vorsitzende), Ingeborg Gärtner (Schatzmeisterin), Elisabeth Bergmann (Schriftführerin), und als Beisitzerinnen Marlis Schlegel und Gertraud Rakowsky.

1974 Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Detmold. In diesem Jahr wird auch erstmals eine Kleiderstube in den Kellerräumen des Hauses der Vorsitzenden Frau Möller eingerichtet, so dass bedürftige Familien gut erhaltene Kinderkleidung erwerben konnten.

1975 Die Kleiderstube zieht in die Detmolder Straße, wo die Räume des ehemaligen Gesundheitsamtes genutzt werden können. Bis 2006 kann die Kleiderstube hier bestehen bleiben, und muss dann aber in die Räume der Grundschule Ehrentrup umziehen. Die Kleiderstube wird in Lage eine wirkliche Institution: Besonders in den 80iger und 90iger Jahren erfährt sie starken Zulauf. Im Jahr 1998 zum Beispiel erbringt sie dem Kinderschutzbund einen Reingewinn von über 10.000 DM und ist dadurch eine wichtige Unterstützung der übrigen Aktivitäten des Vereins.

1978 Nach langen Verhandlungen kann mit Unterstützung der Stadt und des Jugendamtes in städtischen Räumlichkeiten in der Lemgoer Straße eine Spiel- und Lernstube eröffnet werden, in der 20-30 Kindern nach der Schule Hausaufgabenhilfe und ein Spiel- und Lernprogramm angeboten wird.

1985 Eröffnung der zweiten Spiel- und Lernstube in der Hasselstraße.

1988 In der Spiel- und Lernstube in der Lemgoer Straße werden bis zu 78% Kinder von Aussiedlern betreut, die zu dieser Zeit verstärkt in den Lagenser Raum gezogen sind. Auch eine Jugendgruppe findet von 17-19 Uhr in den Räumen der Lemgoer Straße statt. 15- 20 Jugendliche zwischen 13-17 Jahren treffen sich regelmäßig zu verschiedenen Freizeitangeboten.

1990 Dorothee Rosenboom wird als Vorsitzende gewählt und bleibt bis 2002 im Amt. Die Planung und der Bau einer Kindertagesstätte wird unter ihrem Vorsitz in den Jahren 1990/91 durchgeführt.

Zwischen 1989-1994 arbeitet der Kinderschutzbund auch verstärkt im Asylantenübergangsheim Bauhof, um den dortigen bedürftigen Familien mit Kindern finanziell, materiell und beratend zur Seite zu stehen. Hausaufgabenbetreuung von Asylantenkindern wird durch AB Kräfte (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen) und Studenten gesichert. Auch Deutschkurse und Alphabetisierungskurse für Ausländer und vor allem kurdische Frauen werden angeboten.

1993 Der Babysitter Dienst wird unter Leitung von Frau Sussiek ins Leben gerufen. Babysitter Kurse werden angeboten und Babysitter an Familien vermittelt. Dieser Service wird bald sehr beliebt in Lage und existiert bis zum Ende der 90er Jahre.

1994 Eröffnung der Kindertagesstätte in der Stifterstraße. Die Realisierung des Projekts ist durch die Spenden vieler Lagenser BürgerInnen sowie mit Hilfe des Baukreises und eines pädagogischen Arbeitskreises möglich geworden, deren Mitglieder viele Stunden ehrenamtlich in diese Arbeit investiert haben.

Im November 1998 brennt das Gebäude in der Lemgoer Str. 98 aus. Lange Verhandlungen mit der Stadt Lage verzögern den Wiederaufbau, so dass die Neueröffnung erst im Jahre 2002 stattfinden kann. Der KSB finanziert den Anbau für den heutigen Jugendraum. Eine sehr großzügige Spende von Frau Swantje Rosenboom macht den Einbau einer sehr funktionellen und modernen Küche möglich. Die Neueinrichtung des Gebäudes wird von der Brandversicherung übernommen. In der Zwischenzeit wird die Spiel- und Lernstube in einer von der Stadt zur Verfügung gestellten Sozialwohnung in der Lindenstraße weiterbetrieben.

2000 Erweiterung und Renovierung der Spiel- und Lernstube in der Hasselstraße unter der Leiterin Ingrid Lücke. Die erste Homepage des Kinderschutzbundes Lage wird ins Leben gerufen.

2002 wird ein neuer Vorstand gewählt: 1 Vorsitzender wird Friedrich Schnüll, stellvertretende Vorsitzende Dagmar Grotebrune, Schatzmeisterin Jutta Ehlebracht-Krause und Schriftführer Karsten Stolz.

2005 Der Kinderschutzbund wird Träger der OGS an der Albert-Schweitzer-Schule (Start 01.08.2005)

2006 Die Spiel- und Lernstube in der Hasselstraße muss nach 21 Jahren schließen, da die Stadt Lage die Zuschüsse erheblich verringert hat. Umzug der Kleiderstube von der Detmolder Str. in die Grundschule Ehrentrup. Die langjährige Leiterin, Ingeborg Erben, verstirbt im Januar 2007.

2007 Von nun an werden die Zuschüsse der Stadt Lage an die Spiel- und Lernstube in der Lemgoer Str. fortlaufend gekürzt und der Jahresetat muss sich immer mehr den Kürzungen anpassen. Dank der großzügigen Spenden kann der KSB die Arbeit aber im gleichen Maße weiterführen. Mittlerweile wird den Kindern in der Lemgoer Str. auch eine warme Mahlzeit an mindestens 2 Tagen der Woche kostenlos angeboten, da die Erfahrung gezeigt hat, dass die Kinder oft kein Essen mit in die Einrichtung bringen.

2008 Der Kinderschutzbund übernimmt das bisher von der Stadt Lage betriebene Angebot des offenen Jugendraums in der Lemgoer Straße.

Von August 2009-2011 ist der Verein Träger der Übermittagsbetreuung an der Realschule der Stadt Lage. Der Verein entwickelt ein Konzept für die Über-Mittag-Betreuung, das sich bewährt und ab dem 01.08.2011 an die Parisozial GmbH Lippe /Gütersloh/Paderborn abgegeben und unter den selben Bedingungen von dieser weitergeführt wird.

2012 Eine Mädchengruppe wird in der Lemgoer Straße ins Leben gerufen und durch großzügige Spenden der Elia Gemeinde finanziert. Die Leiterin Frau Heide organisiert Aktivitäten mit zwei Gruppen, in denen Mädchen von jeweils 10-13 und 14-17 Jahren an Freizeitangeboten teilnehmen. Die Mädchengruppe erfreut sich großer Beliebtheit: Alle Plätze sind voll belegt.